- Die Anlage erzeugt jährlich 2,7 Gigawattstunden und deckt damit bis zu 50 Prozent des Energiebedarfs vor Ort autark ab.
- Verglichen mit dem deutschen Strommix bedeutet die Anlage eine jährliche CO₂-Einsparung von bis zu 1.000 Tonnen.
- Sie garantiert dem Unternehmen mit einem 20-jährigen Stromabnahmevertrag (PPA) langfristig stabile Strompreise.
Auf dem Dach des Logistikzentrums von LKQ Stahlgruber in Sulzbach-Rosenberg ist eine der größten Photovoltaikanlagen der Region in Betrieb genommen worden. Am Montag weihten Michael Schuster, CEO von LKQ DACH, und Sulzbach-Rosenbergs Bürgermeister Stefan Frank das wegweisende Energieprojekt im feierlichen Rahmen ein.
Die Dimensionen des Projekts sind beachtlich: Die Anlage erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 12.000 Quadratmetern, was in etwa der Größe von zwei Fußballfeldern entspricht. Insgesamt wurden über 6.000 Photovoltaikmodule verbaut. Diese erzeugen künftig rund 2,7 Gigawattstunden Ökostrom pro Jahr - eine Menge, mit der rechnerisch der jährliche Bedarf von etwa 800 Vier-Personen-Haushalten gedeckt werden könnte.
Bis zu 50 Prozent Eigenversorgung
Das Unternehmen nutzt den erzeugten Strom direkt vor Ort. Bis zu 50 Prozent des gesamten Energiebedarfs des Logistikstandorts lassen sich damit abdecken - von der Hallenbeleuchtung bis zur modernen Fördertechnik. Umgerechnet bedeutet diese Anlage eine theoretische Einsparung am Standort von jährlich bis zu 1.000 Tonnen CO₂-Emissionen. Um diese Menge auf natürliche Weise zu binden, wäre ein Mischwald aus rund 80.000 Bäumen notwendig.
„Die Anlage ist weit mehr als ein lokales Projekt. Sie ist ein Meilenstein unserer gruppenweiten Nachhaltigkeitsstrategie”, sagte Michael Schuster bei der Einweihung. „Als Marktführer im Automotive Aftermarket setzen wir damit ein deutliches Zeichen. Wir warten nicht auf den Wandel, wir gestalten ihn aktiv.”
Stabile Strompreise dank PPA-Modell
Realisiert wurde das Großprojekt in Zusammenarbeit mit der Ecobility Services GmbH. Dem Bau liegt ein sogenanntes Power Purchase Agreement (PPA) zugrunde. Dieser langfristige Stromabnahmevertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Das Modell bietet LKQ DACH neben dem ökologischen Nutzen vor allem ökonomische Planungssicherheit und Unabhängigkeit von den Schwankungen des globalen Energiemarktes.
Johannes Vorbeck, Leiter Nachhaltigkeit und Immobilien bei LKQ DACH, unterstrich die strategische Bedeutung: „Dieses Projekt spiegelt deutlich wider, wie wir unser Unternehmen auf die Zukunft vorbereiten. Da Energie ein entscheidender Faktor für Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit ist, handeln wir entschlossen, um unseren Betrieb mit sauberer, zuverlässiger Energie zukunftssicher zu machen.“
Auch der Projektpartner ist überzeugt von der langfristigen Zusammenarbeit: „Mit unserem neuesten Photovoltaikprojekt senden wir gemeinsam mit LKQ DACH ein starkes Signal für eine nachhaltige Energieversorgung im gewerblichen Bereich“, sagte Nicolas Holdschik, Geschäftsführer der Ecobility Services GmbH. „Als langjähriger Partner freuen wir uns, diesen Weg nun im PPA-Modell weiterzugehen.“


